7 überzeugende Argumente für Rauchstopp-Angebote in Unternehmen
Ein Überblick zu den Benefits aus unternehmerischer Sicht
Bei der Planung von BGM-Maßnahmen fällt die Wahl oft auf klassische Angebote aus den Bereichen Körperliche Aktivität, Ernährung, Stress, sowie Fitness- und Gesundheitschecks. Suchtpräventive Maßnahmen werden hingegen insgesamt seltener in BGM-Strukturen integriert [1]. Dies ist umso mehr verwunderlich, da gerade Maßnahmen zum Rauchstopp für Mitarbeitende als eine der kosteneffektivsten Maßnahmen des BGM zählt.[2] [3]Aber auch über finanzielle Aspekte hinaus. lohnt es sich sehr Tabakentwöhnung im betrieblichen Gesundheitsmanagement einzubinden.
Ein Rauchstopp zählt zu den wirksamsten verhaltensbezogenen Maßnahmen im BGM, wenn es um die Verbesserung der kardiovaskulären Gesundheit und Reduzierung des Krebsrisikos geht. Studien zeigen, dass der Rauchstopp anderen lebensstil-bezogenen Interventionen überlegen ist. [4]
Den größten Effekt hat ein Rauchstopp auf die Gesundheit der Mitarbeitenden. Bereits unmittelbar nach der letzten Zigarette beginnt der Körper sich zu regenerieren und zu gesunden. Die positiven Einflüsse des Rauchstopps betreffen den gesamten Körper und so gut wie alle Körperfunktionen. Zu den sechs relevantesten Veränderungen gehören folgende Die folgenden sechs Punkte sind nur ein Ausschnitt der vielfältigen positiven Auswirkungen eines Rauchstopps [5]:
Raucher verlassen mehrmals täglich den Arbeitsplatz um zu rauchen. So wird der Arbeitsfluss immer wieder unterbrochen. Dies führt zu einem ineffizienten Arbeitsrhythmus. Auch in Bereichen in denen Zusammenarbeit wichtig ist werden Teamprozesse und Arbeitsabläufe gestört. Somit betrifft Rauchen auch nichtrauchende Kollegen und verringert die kollektive Produktivität. [6] Ohne diese zusätzlichen Unterbrechungen können Arbeitszeiten effizienter genutzt werden, was sich positiv auf die Produktivität auswirkt.
Erfahrungen zeigen, dass es Mitnahmeeffekte unter der Belegschaft gibt, wenn eine Kollegin oder ein Kollege den Rauchstopp erfolgreich geschafft hat. Nach dem Motto: „Wenn sie das schafft, dann versuche ich es auch beim nächsten Seminar“.
Eine Besonderheit an Nichtraucherseminaren in Unternehmen ist, dass Seminarteilnehmer gleichzeitig auch Arbeitskollegen sind. So können sie über den Rauchstopp hinaus ohne großen Aufwand – zumindest in der Arbeitszeit – in Kontakt bleiben und sich gegenseitig in der Rauchfreiheit unterstützen. Ein typisches Beispiel ist die Gestaltung von Pausen in denen bisher geraucht wurde. Hier können sich die „frischgebackenen Nichtraucher“ verabreden um gemeinsam alternative Strategien zum Rauchen auszuprobieren. Diese soziale Unterstützung im Arbeitskontext ist ein abstinenz-stabilisierender Faktor beim Rauchstopp.
Durch gesetzliche Vorgaben zum Nichtraucherschutz haben sich die Belastungen durch Passivrauch in Unternehmen den letzten 20 Jahren zwar stark reduziert, aber dennoch führt es immer noch in Unternehmen zu Unmut und Konflikten. Weniger rauchende Mitarbeitende bedeutet immer auch eine Abnahme an Konflikten mit dem Thema Passivrauchen.
Der Entschluss ein Nichtraucherseminar im Unternehmen anzubieten führt unweigerlich dazu, sich mit den aktuellen Regelungen zum Rauchen und Nichtraucherschutz im Betrieb auseinanderzusetzen. So kann dies ein Anstoß dazu seine entsprechenden Vereinbarungen zu überarbeiten oder wieder aufzugreifen. Änderungen im Nichtraucherschutz werden besser angenommen, wenn Sie an Angebote zum Rauchstopp gekoppelt sind. [7]
Mit Angeboten zur Tabakentwöhnung in ihrem Unternehmen steigern Sie wirksam und unmittelbar die Mitarbeitergesundheit, reduzieren Produktivitätsausfälle und verbessern das Betriebsklima.
[1] Beck, D., Lenhardt, U., Schmitt, B., & Sommer, S. (2015). Patterns and predictors of workplace health promotion: cross‑sectional findings from a company survey in Germany. BMC Public Health, 15, 343. https://doi.org/10.1186/s12889-015-1647-z
[2] van den Brand, F. A., et al. (2020). Cost‑effectiveness and cost–utility analysis of a work‑place smoking cessation intervention with and without financial incentives. Addiction, 115(3), 534–545. https://doi.org/10.1111/add.14861
[3] Braun, A., Hyll, W., & Krczal, E. (2025). Breaking the habit: a systematic review of the cost‑effectiveness of non‑pharmacological and combined interventions for smoking cessation in Europe. The European Journal of Health Economics. https://doi.org/10.1007/s10198-025-01855-7
[4] Chu, P. et al. (2016). Comparative effectiveness of personalized lifestyle management strategies for cardiovascular disease risk reduction. Journal of the American Heart Association, 5(3), e002737. https://doi.org/10.1161/JAHA.115.002737
[5] World Health Organization. (2020, February 25). Tobacco: Health benefits of smoking cessation. https://www.who.int/news‑room/questions-and-answers/item/tobacco‑health‑benefits‑of‑smoking‑cessation
[6] RAND Europe. (2014). Estimating the impacts of smoking on workplace productivity. Santa Monica, CA: RAND Corporation.
[7] Cattapan‑Ludewig, K., & Batra, A. & Wernz, F. D. (2008). Rauchfreie Psychiatrie – eine Illusion. Psychiatrische Praxis, 35(1), 5–7. https://doi.org/10.1055/s‑2007‑986217
